Home

INFOS:
Was ist TCM
Wir über uns
Leitbild

ANGEBOT:
TCM
Tai ji quan / Qi gong
Medien / Bücher
 
Kontakt

Daniel und Regula
Stehli-Schär
Jurastrasse 17
CH-4600 Olten

Tel.
+41 (0)62 926 41 00
Fax
+41 (0)62 926 41 03

Kursorte:CH-4600 Olten

< zurück

 

Zwei Meisterschüler in China

Tai ji quan - Zwei Wolfwiler im Zeichen der chinesischen Kampfkunst

Bei einem Tai ji quan-Workshop im chinesischen Dorf Chen jia gou nahmen mt Regula und Daniel Stehli-Schär zwei Wolfwiler teil. Ihnen wurde zudem eine ganz besondere Ehre erwiesen. Sie wurden zu offiziellen Lehrern des Chen-Stils ernannt, was lange nur Familienmitgliedern vorbehalten war. Regula und Daniel Stehli Kürzlich fand in Chen jia gou, einem kleinen Dorf der chinesischen Provinz Henan ein aussergewöhnlicher Workshop in Tai ji quan statt, an dem als Vertreter der Schweiz zwei Tai ji-Lehrer aus der Region, Regula und Daniel Stehli-Schär aus Wolfwil, teilnahmen. Unter den Anwesenden fanden sich Teilnehmer aus der ganzen Welt: Aus den verschiedensten Regionen der USA, aus England, Deutschland, Polen usw. waren die Schüler und Schülerinnen von Grossmeister Chen Xiao wang, dem offiziellen Vertreter des Chen-Stils, angereist. Chen Xiao wang bereist während des Jahres eine ganze Anzahl von Ländern, um auf höchstem Niveau Tai ji, chinesisches Schattenboxen, zu unterrichten.

Zentrum und Treffpunkt des Tai ji quan
Dabei kommt der Schweiz in Europa eine ganz besondere Rolle zu, denn sie war 1992 das erste Land Europas, das Grossmeister Chen Xiao wang nach seiner Emigration nach Australien bereiste. Seither zeigt er seine Verbunden-heit mit dem Land dadurch, dass er zweimal pro Jahr in der Schweiz unter-richtet. In Chen jia gou, wohin er nach langem Auslandsaufenthalt für kurze Zeit wieder zurückgekehrt ist, unterstützt er den Wiederaufbau der von seinem Bruder Chen Xiao xing geleiteten Schule für Chen-Tai ji quan in grosszügiger Weise. Es soll daraus wieder ein Treffpunkt und ein Zentrum des Tai ji quan werden, nachdem in der Kulturrevolution Unwiederbringliches zerstört wurde. Im Workshop unterrichtete Grossmeister Chen Xiao wang die Doppelsäbel-form, eine nicht häufig gezeigte Form des Tai ji quan. Regula Stehli Immer mehr Bedeutung in China
Ganz besondere Bedeutung erhielt dieser Anlass durch die Graduierung der 15 ausgewählten Meisterschüler und Meisterschülerinnen, welche alle der „World Chen Xiao wang Tai ji quan-Association“ angehören. In der feierlichen und vom Fernsehen übertragenen Zeremonie ernannte Grossmeister Chen Xiao wang auch Regula und Daniel Stehli zu offiziellen Lehrern des Tai ji quan der Familie Chen. Diese bisher einzigartige Auszeichnung hat einen besonderen Stellen-wert, da die Familie Chen bis zur Emigration von Grossmeister Chen Xiao wang ihr grosses Können in der ältesten Sportart der Welt nur Familienmit-gliedern weitergab. Unterdessen gewinnt das Chen-Tai ji auch in China selber immer mehr an Bedeutung. Bereits wurde es in mehreren Provinzen an den Schulen als Hauptfach in den Turnunterricht aufgenommen.

Chen Xiao wang wird zwischen dem 5. und 17. Mai 2006 wieder in der Schweiz weilen und seine Schüler und Schülerinnen unterrichten. In der Zwischenzeit können die Tai ji-Begeisterten den Unterricht von Regula und Daniel Stehli besuchen. Anfänger sind jederzeit willkommen.

zum Seitenanfang
  

Interview mit Regula Stehli

Regula Stehli-Schär „Offenheit ist wichtig“

Was ist das Ziel Ihrer Kurse in Olten?
Regula Stehli-Schär: Prävention und Gesunderhal-tung der Teilnehmer mit energetischer Arbeit sowie, dass die Leute den Alltag besser meistern können.

Das tönt fast ein wenig nach Gesundheitsturnen.
Stehli-Schär: Es ist ein bisschen mehr, es ist auch Fitness, eine Stärkung des Körpers und des Geistes. Aber es kann auch einen sehr sportlichen Aspekt annehmen, zum Beispiel bei den Junioren. Die innere Energiearbeit, die bei unserer Sportart im Zentrum steht, kommt bei ihnen jedoch ein bisschen weniger zum Tragen.

Für welche Zielgruppe sind die Kurse gedacht?
Stehli-Schär: Für keine bestimmte. Wir decken sämtliche Altersstufen ab.

Welche Voraussetzungen muss man mitbringen?
Stehli-Schär: Körperlich keine, es sind mehr mentale Voraussetzungen, Offen-heit gegenüber etwas Neuem, einem anderen Verständnis des menschlichen Wesens.

Wie lange unterrichten Sie schon Tai ji quan?
Stehli-Schär: Ich habe vor gut 21 Jahren in China damit angefangen. 1992 kam Master Chen in die Schweiz und brachte den energetischen Ansatz in meine Arbeit ein.

Wann und wo wird Grossmeister Chen in der Schweiz zu sehen sein?
Stehli-Schär: Er wird vom 11. bis 15. Mai 2006 in Olten und Wangen unter-richten. Es ist absolut perfekte Körperarbeit zu sehen, und auch Zuschauer sind willkommen.

Regula Stehli-Schär (50) unterrichtet wöchentlich am Forum für Traditionelle Chinesische Medizin an der Jurastrasse 17 in Olten zusammen mit ihrem Mann Tages- und Abendkurse. Sie sagt, dass erst äussere Weichheit innere Härte ermögliche.

zum Seitenanfang
  

Internationales Zentrum für Tai ji quan

Olten - Des Grossmeisters Sohn unterrichtete
 

Tai ji quan erfreut sich im Westen immer grösserer Be-
liebtheit. Nachdem ausserhalb Chinas zuerst der aus
dem ursprünglichen Chen-Tai ji quan entwickelte Yang-
Stil praktiziert wurde, wird nun der dynamischere Chen-Stil immer bedeutender.
Olten hat sich als wichtiger Anziehungspunkt etabliert.
Seit Jahren besucht Grossmeister Chen Xiao wang
der Stammhalter der Chen-Familie in der 19. Genera-
tion, zweimal im Jahr die Schweiz und unterrichtet in 
der dem Forum für Traditionelle Chinesische Medizin 
angeschlossenen Tai ji-Schule jeweils je eine Woche 
in Olten. Zu diesen Kursen kommen nicht nur Schüler 
aus der Schweiz, sondern auch aus ganz Europa.
Kürzlich ergab sich die Gelegenheit, mit Chen Jun
(Foto), dem ältesten Sohn von Grossmeister Chen 
Xiao wang, die Waffenform mit dem Breitschwert ken-
nenzulernen. 

Dabei erwies sich Chen Jun als geduldiger Lehrmeister. Er begeisterte drei 
Generationen Tai ji-Schülerinnen und -Schüler beim Erleben des in einer 
Handorm geübten Prinzips des Energieflusses bis in die Schwertspitze. Alle 
Praktizierenden erwarten entsprechend geduldig den nächsten Besuch von 
Grossmeister Chen Xiao wang im nächsten Monat.

[Mittelland-Zeitung vom 16.11.02]

zum Seitenanfang
  

Grossmeister besuchte Tai ji-Gruppe
  

Während seines Aufenthaltes in Olten besuchte Grossmeister Chen Xiao 
wang vor kurzem auch die Kinder- und Jugendklassen der Tai-ji-Gruppe Olten.

Chen Xiao wang ist der offizielle Vertreter des Chen-Stils Tai ji quan und gilt 
als Nummer eins in China. Im Dezember 1999 hat er sein Können an einer 
viel beachteten Demonstration in der Oltner Schützi gezeigt.
Während neun Monaten pro Jahr besucht er seine Schülergruppen in der 
ganzen Welt und gibt sein grosses Können weiter. Er ist das erste Mitglied 
der Familie Chen, das diese jahrhundertealte Erfahrung einem grösseren 
Schülerkreis zugänglich macht.

Dass sich bereits ganz junge Menschen mit Tai ji quan (Schattenboxen) 
auseinandersetzen, ist im Heimatdorf von Chen Xiao wang nichts Besonde-
res. In der schnelllebigen westlichen Welt dürfte das Interesse der Kinder und 
Jugendlichen an der chinesischen Körper- und Energiearbeit aber eher aus-
sergewöhnlich sein. 
Die Jugendgruppe unter der Leitung von Regula Stehli-Schär wurde 1999 
gegründet. Seit einem halben Jahr übt sie die aus 19 Bewegungselementen 
bestehende Kurzform des Chen-Stils Tai ji quan, die Meister Chen speziell 
für den Westen zusammengestellt hat.
Die Tai ji-Gruppe Olten gehört dem Schweizerischen Verband für Chen Xiao 
wang Tai ji quan
an und führt auch verschiedene Trainingsgruppen für Er-
wachsene. Es werden Hand- und Waffenformen unterrichtet, wobei beson-
derer Wert auf die innere Qi-Arbeit gelegt wird. Spezielle Qi gong-Übungen 
(Reeling silk) helfen, den inneren Qi-Fluss wahrzunehmen und mit der Zeit 
auch zu lenken. 
Zweimal pro Jahr finden Workshops mit dem grossen Meister statt. Es ist 
immer wieder beeindruckend, wie er die Teilnehmenden aller Stufen gemäss 
ihren körperlichen Voraussetzungen in Positionen korrigiert, die ein besseres 
Fliessen der Körperenergie (Qi) zulassen. Die präzisen und äusserst gedul-
dig ausgeführten Korrekturen motivieren für das tägliche Training.
Die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit sind bei regelmässigem 
Training bald einmal festzustellen: "Taijiler" fühlen sich stärker, ausgegli-
chener und besser gerüstet für die tägliche Arbeit. Das ursprünglich für den 
Kampf entwickelte Tai ji quan stärkt auch das Selbstbewusstsein und bewirkt 
nach längerem Üben eine Dynamik, die eine effiziente Selbstverteidigung 
ermöglicht. 

[Oltner Tagblatt (OT) vom 27.06.01]


zum Seitenanfang

  

Grossmeister Chen Xiao wang gab sich die Ehre

Tai ji quan-Vorführung im Oltner Kulturzentrum Schützenmatte
17. Dezember 1999

Olten hat sich innerhalb der Schweiz zu einem Zentrum des Tai ji
quan, des chinesischen Schattenboxens, entwickelt. Diese Tatsache
bestätigte sich letzten Freitag eindrücklich durch die Tatsache, dass
der wohl zurzeit bedeutendste Grossmeister dieser fernöstlichen
Kampfkunst, Chen Xiao wang, im Kulturzentrum Schützenmatte
einen Beweis seines Könnens gab.

Daniel Stehli

 

    Chen Xiao wang, direkter Nachkomme des 
Begründers des Tai ji quan, eines Generals 
der ausgehenden Ming-Zeit (17. Jh.), ist in 
der 19. Generation der Chen-Familie der
Alleinverantwortliche für den Chen-Stil des 
Tai ji quan. Dreifacher chinesischer Meister 
und überhäuft  mit Ehrungen und Auszei-
chnungen, hat er sich 1990 entschlossen, 
China zu verlassen und sich in Sydney
niedergelassen. Von Australien aus be- 
sucht er während neun Monaten im Jahr
die über die ganze Welt verteilten Ver-
bände, um die Lehrenden und Fortge-
schrittenen unter seinen Schülern zu 
unterrichten. Die Schweiz besitzt als 
einziges Land das Privileg, dass Chen Xiao 
wang jährlich zwei Mal Workshops 
veranstaltet. Das hat dazu geführt, dass 
das Schweizer Niveau im Vergleich recht hoch anzusetzen ist. Als klare
Zentren sind Olten und Biel zu bezeichnen, doch sind unterdessen auch
Lehrer in Basel, Zürich und Luzern tätig.

Ruhe im Publikum

Zum Abschluss seines Dezemberbesu-
ches gab Meister Chen in Olten eine De-
monstration seines Könnens. Ein gros-
ser Teil der Zuschauer in der voll besetz-
ten Schützenmatthalle dürfte wohl nur
einen Teil dessen, was Tai ji quan aus-
macht, vorher gekannt haben. In Euro-
pa  wird Tai ji quan üblicherweise als eine
Folge von langsamen Bewegungen ge-
lehrt, deren Hauptnutzen in der Erhaltung
der Gesundheit liegt. Diesen Aspekt des
Tai ji quan führte Chen Xiao wang sehr eindrücklich vor. 

Zwei Qi gong-Formen, die als Vorberei-
tung für das Tai ji quan verwendet wer-
den, zeigten den Zuschauern, was Ru-
he, Zentriertheit und Konzentration be-
deuten können. Obwohl die Formen recht
lange dauerten, übertrug sich die Ruhe

auf das Publikum. Sogar die relativ zahlreichen Kinder konnten sich dem 
Bann kaum entziehen. Das, was man in Europa unter Tai ji quan versteht, 
kam bei der Vorführung einer Einführungsform und der sogenannten Alten 
Form (Lao jia) zur Geltung. Diese in absoluter Perfektion vorgetragenen
Bewegungsfolgen zeigten erst so richtig auf, wie weit der grosse Durch-
schnitt der Tai ji quan-Übenden von der Meisterschaft entfernt ist.

Kanonenfaust-Form

Gleich im ersten Drittel der Demonstration 
folgte dann eine weniger bekannte Seite des 
Tai ji quan. Meister Chen führte eine Pao chui- 
oder Kanonenfaust-Form vor. Äusserst dyna-
misch, von explosiver Kraft zeigte der über 
50-jährige, was mit einem trainierten Körper 
möglich ist. Es erstaunt nach dieser Vorfüh-
rung nicht, dass verschiedene Gegner in Ver-
gleichswett kämpfen darauf verzichteten, ge-
gen Chen Xiao wang anzutreten. Es ist fest-
zuhalten, dass es im Tai ji quan nicht üblich 
ist, Krafttraining zu machen, da dieses dem 
Körper die Geschmeidigkeit nehme.

Ausserdem führte Meister Chen verschiedene 
Formen mit Waffen vor. Während Schwert-
formen auch in Europa zum Repertoire des
Tai ji quan gehören, sind Formen mit der Lan-

ze und dem Speer kaum bekannt. Gerade sie aber gehören zu den älte-
sten Bestandteilen des Systems. Besonders eindrücklich war die Form
mit der Lanze, die Chen mit höchster Eleganz demonstrierte. Sie ist sehr
selten zu sehen, da nur ganz wenige Meister in der Lage sind, mit dem
bis 9 Kilogramm schweren Gerät umzugehen. 

Eine ganz besondere Note  brachte Meister Chen in die Demonstration,
als er einem Mitglied der Kinder-Gruppe, das krankheitshalber nicht am
Training mit ihm teilnehmen konnte, eine Kalligraphie überreichte. Chen
Xiao wang gilt nämlich in China auch als einer der bedeutendsten Kalli-
graphen.  Mit grossem Applaus wurde der Meister nach mehr als zwei
Stunden Vorführung verabschiedet.

 

[Oltner Tagblatt (OT) vom 21.12.99]
  

 zum Seitenanfang

 

© by FTCM - Forum für Traditionelle Chinesische Medizin, Wolfwil/SO